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Unvollständige Nahrungsverwertung

Problemlösung

Die auftretenden Symptome sind Durchfall, heller oder gelblicher (bis weißer!) Stuhl, übel riechender Stuhl und keine Gewichtszunahme, weitere Erkennungsmerkmale sind schwimmender -, glänzender -, wenig fester Stuhl.
Bei Fettstuhl sollte der Fettverzehr so weit eingeschränkt werden, dass die beschriebenen Symptome abnehmen. Außerdem ist die regelmäßige und richtige Einnahme der Bauchspeicheldrüsenenzyme von großer Bedeutung. Dies macht insbesondere vor größeren fettigen Mahlzeiten Sinn wie es an besonderen Festtagen der Fall sein kann. Die Enzyme unterstützen die Fettverdauung und sorgen so für ein größeres Wohlbefinden nach dem Essen. Allerdings sollten Sie darauf achten, die Enzyme nur in Form des Granulats zu sich zu nehmen. Befinden sich die kleinen Granulatkügelchen in Kapseln, sollten diese entfernt oder zumindest mit einer Nadel angestochen werden. Die Kapsel dient lediglich zum Schutz der empfindlichen Enzyme vor der Magensäure. Fehlt der Magen ist die Verkapselung überflüssig. Am einfachsten ist es natürlich das Granulat in Beutelform zu kaufen. Vorsichtig sollten Zahnprothesenträger sein damit sich keine Granulatkörner zwischen Zahnfleisch und Zahnprothese einklemmen, da die Enzyme bei Lösung schmerzhafte Ulzera bilden können.
Als natürlicher Stimulus für die Sekretion der Verdauungssäfte sollte vor jedem Essen ein „Nahrungsapéritif“ eingenommen werden, um generell die Ausschüttung der Verdauungssäfte zu verbessern. Dies bedeutet natürlich nicht, dass Sie hochprozentigen Alkohol vor dem Essen trinken sollten, sondern, dass Sie die Bauchspeicheldrüse mit etwas fettigem, dass Sie ca. 15 Minuten vor dem Essen einnehmen aktivieren sollten. Hierzu sind beispielsweise 1-2 „After-Eight“ oder ein Käsecracker besonders geeignet.

 

Verfasser:
M.Sc. Rebeca Bruder
Ernährungswissenschaftlerin, St.-Johannes-Hospital Dortmund