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Berichte von den Treffen

Nachtrag vom 15.03.2015

„Diagnostik und Nachsorge bei gastrektomierten Patienten“

Herr Dr. Tüffers, Oberarzt im Johannes- Hospital hielt einen Vortag, der

für uns sehr aufschlussreich war. Seine Erklärung des Zustandes nach Gastrectomie war

außerordentlich ausführlich und gemeinhin verständlich. Die neue Verdauungsfunktion

mit den verschiedenen OP-Versionen und ihren Vor- und Nachteilen konnte man gut nachvollziehen.

Sein Übergang zu sinnvoller und notwendiger Nachsorge war einprägsam.

Die Erklärung der Leitlinien machte ebenfalls Sinn. Er zeigte auf, dass eine Diagnostik nur unter bestimmten

Voraussetzungen und nach Absprache sinnvoll und erforderlich ist.

Er wies daraufhin, dass der Hausarzt in Absprache mit dem Facharzt und dem Patienten

notwendige und sinnvolle Diagnostik veranlassen soll.

 
„Weniger sinnvoll und speziell eingesetzt ist mehr.“

Sicherheit und Verständnis ist wichtig.

Er zeigte auf, dass sich Vieles bei der Verdauung wieder einspielt. Dem ist nichts hinzuzufügen.

Dieser Vortrag bestätigt unsere Arbeit in der Selbsthilfegruppe

M. Kartje  
Rückblick auf unserer Treffen am 29.01.2015

"Meine Kräfte sind mein, und mein ist ihr Gebrauch!"          

Prometheus 

Diese Worte aus „Prometheus" von J. W. Goethe habe ich als Einleitung gewählt.

Ich wollte auf meine Haltung hinweisen und damit aufzeigen, dass wir selbst unsere Lebenssituation in den Händen halten. Mit Achtsamkeit können wir unser Leben meistern.

Das bedeutet, dass wir mit Achtsamkeit eine Situation angehen, aber nicht ständig auf das Verbotene schauen, sondern positive Aspekte nutzen.

Wir haben in der Selbsthilfegruppe bereits viele Informationen über natürliche und gesunde Ernährung erhalten. Wir stellen unsere Ernährung darauf ein. Wir nutzen das Wissen über Vitamine, Proteine und Spurenelemente. Wir haben Gewürze kennengelernt. Wir probieren aus und trauen uns zu, neue Wege zu gehen. Wir versuchen mit Wohlempfinden zu leben.

Denken Sie daran :  Was Ihnen gut tut, tut gut!

Deshalb ist meine Strategie:  Ich weiß, dass ich es kann, weil ich es will“

„Gesund bleiben durch Zuversicht" ist die Botschaft.

Diese Worte standen am Anfang des Vortrags über "Meine Diagnose und wie ich damit umgehe".

Die Selbsthilfe Gruppe KEIN-MAGEN                                                     

Michael Kartje 

Zusammenfassung Vortrag vom 18.09.14

 

Kurze Zusammenfassung zum Vortrag von Frau Schwenk, Ernährungsteam Johannes-Hospital Dortmund beim Treffen der Selbsthilfe Gruppe Kein-Magen am 18.9.2014

Der Vortrag von Frau Schwenk begann mit den schönen Worten von Paracelsius:

„Die wichtigsten Dinge des Lebens spielen sich zwischen Anfang und Ende des Verdauungskanals ab“.

Mit dieser Einleitung war die Wichtigkeit des Themas bereits dargelegt worden!

„Stressfreies Essen nach Gastrektomie“

Nach einer kurzen Zusammenfassung der anatomischen Veränderung im Verdauungstrakt durch die Entfernung des gesamten Magens oder der Teilentfernung des Magens bzw. des oberen Verdauungssystems durch einen chir. Eingriff und deren Auswirkung erfolgt bereits eine gute Einleitung zum Thema „ stressfreies Essen“.

Wichtig waren die allgemeinen Ernährungsempfehlungen, wobei grundsätzlich gilt:

„Erlaubt ist, was vertragen wird und was ihre Lebensqualität verbessert“

Dieser Kernsatz wurde durch Beispiele und Ernährungsempfehlungen untermauert.

Darüber hinaus wurde angesprochen, wie Probleme beachtet und reduziert werden können. Wenn notwendig wird auch die Zusammenarbeit mit dem Hausarzt und/oder einem Ernährungsteam empfohlen.

Störungen, wie das Dumping-Syndrom, Durchfall, Fettstühle usw. können gemildert oder behoben werden.

Auf die Verwendung von Enzympräparaten und deren Anwendung  wurde wie immer hingewiesen.

Zum Schluss fielen die noch die Stichworte „Ruhe und Genuss“ und „Essen Sie was schmeckt und bekommt“.

So wie es mir gefällt.  Das Positive steht  im Vordergrund

Michael Kartje  

Vortrag von Prof. Dr. med. Ulrich Bolder, St.-Johannes-Hospital Dortmund

 

Vielen Dank für den interessanten und ausführlichen Vortrag, über die neuesten Erkenntnisse  in der postoperativen Versorgung von Patienten nach Magen- oder Darmoperationen.

Die Ausführungen waren mit entsprechenden Statistiken unterlegt, was dem Thema eine fundierte und qualifizierte Ausrichtung gab.

Es war sehr aufschlussreich zu hören, wie schnell sich der frischoperierte Patient bereits kurz nach dem Eingriff wieder "normal" ernähren kann, sodass damit die notwendigen enteralen Ernährungssonden, die bereits während der OP gelegt werden, wegfallen könnten. in solchen Fällen könnte auf eine enterale und/oder parenterale Ernährung weitestgehend verzichtet werden. Diese Entscheidung erfolgt immer unter der Berücksichtigung der klinischen Erkenntnisse und des individuellen Zustands des Patienten, der bei bereits vorhandener Mangelernährung sicherlich enteral oder parenteral ernährt werden muss.

Die Medizin und die Ernährungswissenschaft sind dabei stark verzahnt und auf der Basis beider Wissenschaften werden neue Konzepte entwickelt.

Im St.-Johannes-Hospital Dortmund wird für diese speziellen Ernährungstherapien auch die Krankenhausküche stark einbezogen, sodass eine adäquate und ausgewogene sowie möglichst "natürliche" Ernährung erfolgen kann.

Für uns in der Selbsthilfegruppe waren diese Ausführungen sehr hilfreich. Durch diese neuen Erkenntnisse wurden wir zusätzlich in unserem selbst erarbeiteten Ess- und Ernährungsverhalten bestärkt, sowohl in der schnellen Umsetzung neuer Essgewohnheiten als auch in der konstanten Rückführung zum gewohnten Essverhalten.

Für alle diese aufschlussreichen und äußerst interessanten Vorträge können wir uns nur immer wieder bedanken, denn sie helfen und bestärken uns in dem, womit wir uns täglich auseinandersetzen.

Michael Kartje 

Nachwort zur Veranstaltung am 18.7.2013: Vortrag von Frau Claudia Paul

 

Wieder hat uns ein Vortrag über die Ernährung nach Gastrektomie bestätigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind.

Frau Claudia Paul, Diätassistentin und ernährungsmedizinische Beraterin/DGE aus dem Klinikum Leverkusen, hatte Ihren Vortrag sehr aufschlussreich rübergebracht. Die Art, wie sie von der natürlichen Form der Ernährung gesprochen hat, hat mich und sicherlich viele andere, die schon lange in unserer Gruppe mitarbeiten, bestätigt. „Esse was dir schmeckt und du siehst, es bekommt, und du fühlst dich wohl!“ So kann man dies wohl kurz und knapp umschreiben. Es war sehr schön zu hören, dass man nach einer Anpassungszeit wieder voll mitessen kann, in der Familie und auch außer Haus im Restaurant.
Frau Paul hatte natürlich noch einmal auf „Kreon“ oder ähnliche Pankreas-Enzympräparate hingewiesen. Die Dosierung muss man selbst vornehmen und auf die Mahlzeiten abstimmen. Jeder hat ein Gefühl, wie viel er benötigt. Der Vortrag ließ erkennen, wie wichtig dabei die Selbstdisziplin und die Eigenüberprüfung ist. „Was können wir doch alles essen! Auf eine gesunde Ernährung kommt es an“.
Wenn es um Ernährungsdefizite geht, dann ist der Hausarzt gefragt: Kontrolle der Blutwerte, der Essgewohnheiten, Abklärung von eventuellen anderen Erkrankungen. Alltäglich ist aber wieder eine gewohnte Ernährung. Etwas zu kurz kam mir die Eigeninitiative, sein Ernährungskonzept bei so einem Einschnitt zu prüfen. Vielleicht erkennt man Neuigkeiten, vielleicht eine Ernährungsumstellung, Gewohnheiten ändern, und auf gesunde Ernährung zu achten. Gemüse, Öle, Fisch und Salat auf den Tisch. Die Mahlzeiten mit Genuss, Ruhe und Freude einnehmen. Wichtig ist dabei die Gesellschaft. Und für mich ein Gläschen Wein, und die Verdauung klappt.
Ein interessanter Bereich war für mich der Hinweis auf die Aktion in München, die der Sternekoch Alfons Schubeck mit einem Kochkurs für Magenoperierte zusammen mit der Chirurgie Rechts der Isar durchgeführt hat. Alfons Schubeck nennt es modulares Kochen. Dies ist ein neues Thema für ein anderes Mal.
Nun zum Schluss: Wenn Körper Geist und Seele eine Einheit sind, dann weiß ich, dass ich mich richtig ernähre, denn ich fühle mich glücklich, zufrieden und gesund.
In diesem Sinne bis zum nächsten Mal, am 19.9.2013, 18.00 im Johannis-Hospital Dortmund!


Ihr Michael Kartje
Selbsthilfe-Gruppe „kein- Magen“